Grundsätzliches
Kaninchen sind soziale Tiere und leben in Gruppen mit klarer Rangordnung. Sie sind dämmerungsaktiv und verfügen über ein vielfältiges Fortbewegungsrepertoire.
Sie sind sehr aufmerksam und überwachen ihre Umgebung mit all ihren Sinnen. Kaninchen sind scheu – bei Störungen warnen die Tiere einander und fliehen in den Gruppenbau. Diesen graben sie als weitverzweigtes Röhrensystem in die Erde und nutzen ihn als Zufluchtsort.
Kaninchen brauchen viel Platz zum
Hoppeln, Rennen Springen, Kapriolen machen und Haken schlagen.
Diese Bewegungen brauchen Kaninchen, um ihre
Muskeln zu trainieren und damit das Skelett (vor allem
auch die Wirbelsäule) normal aufgebaut wird.
Die Raumhöhe im Kaninchenstall muss deshalb Sprünge,
Kapriolen und «Männchen machen» ermöglichen.
Die Fläche muss gross genug für die arttypischen Streck und
Fortbewegungsweisen und der Grösse der Tiere
angepasst sein.
Mehrere Etagen im Kaninchenstall bringen den Tieren
Abwechslung und zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten.
Zudem können die Kaninchen auf den verschiedenen
Ebenen unterschiedliche Temperatur- und
Lichtzonen aufsuchen.
Entsprechende Flächen müssen
mindestens 20 cm erhöht und so gross sein, dass
die Tiere ausgestreckt darauf liegen können. Die erhöhten
Flächen müssen leicht zugänglich, ohne scharfe
Kanten, rutschfest und einfach zu reinigen sein.
Auch der Boden einer Kaninchenanlage muss so
beschaffen sein, dass die Tiere nicht ausgleiten.
Eingestreute Böden mit Hanfstroh und Stroh eignen sich am besten.